Avi Avital
„Hier ist ein Musiker, der keine anderen Grenzen kennt als die des guten Geschmacks und der die Kunst besitzt, seine Zuhörer dazu zu bewegen, ihm überallhin zu folgen.“ — Gramophone
Als erster Mandolinensolist, der jemals für einen Grammy Award in der Kategorie Klassik nominiert wurde, wird Avi Avital häufig mit Andrés Segovia für sein Engagement für sein Instrument und mit Jascha Heifetz für seine außergewöhnliche Virtuosität verglichen. Leidenschaftlich und mit „explosivem Charisma“ auf der Bühne (The New York Times) gehört er zu den treibenden Kräften der Wiederentdeckung der Mandoline. Seit mehr als zwanzig Jahren gestaltet er die Geschichte und Zukunft dieses Instruments neu und bringt es in die renommiertesten Konzertsäle der Welt.
Gleichzeitig hat Avi Avital das Repertoire der Mandoline erheblich erweitert – nicht nur durch zahlreiche Transkriptionen verschiedenster Werke, sondern auch durch die Vergabe von Aufträgen für mehr als hundert neue Kompositionen für dieses Instrument, darunter Mandolinenkonzerte von Komponisten wie Fazıl Say, Jennifer Higdon, Anna Clyne, Avner Dorman und Giovanni Sollima.
Avi Avital wurde in Be’er Sheva im Süden Israels geboren. Mit acht Jahren begann er Mandoline zu spielen und trat bald dem Jugend-Mandolinenorchester bei, das von seinem charismatischen Lehrer, dem russischstämmigen Geiger Simcha Nathanson, gegründet und geleitet wurde. Später studierte er an der Jerusalem Academy of Music sowie am Conservatorio Cesare Pollini in Padua bei Ugo Orlandi. Heute spielt er auf einer Mandoline des Geigenbauers Arik Kerman.