Camille Saint-Saëns und „Der Karneval der Tiere“.
Camille Saint-Saëns nimmt in der französischen Musikgeschichte einen einzigartigen Platz ein. Er schwankt zwischen der Treue zu den klassischen Formen und der unersättlichen Neugier auf die Innovationen seiner Zeit.
Er war ein virtuoser Komponist, Pianist und Organist, aber auch ein unermüdlicher Reisender, dessen Auslandsaufenthalte, insbesondere in der Schweiz, seine Kreativität förderten und seinen künstlerischen Horizont erweiterten. Als Bewunderer von Mozart und Beethoven bekannte sich Saint- Saëns stets zu einem gewissen Klassizismus, der die Klarheit der Schrift, die formale Strenge und eine ganz französische Eleganz bevorzugte. Dennoch war er weit davon entfernt, sich in der Tradition einzuschließen, sondern nutzte alle Ressourcen des Orchesters mit einem bemerkenswerten Erfindungsreichtum. Sein Werk zeugt von einem subtilen Gleichgewicht zwischen dem Respekt vor den Modellen der Vergangenheit und der Erkundung neuer musikalischer Gebiete, wie seine Kompositionen belegen, die von seinen Reisen, insbesondere nach Nordafrika, inspiriert wurden.
Diese Aufenthalte in der Schweiz, darunter 1913 in Vevey, stärkten seine internationale Statur und boten ihm einen günstigen Rahmen zum Nachdenken und Schaffen, wie die Ehrungen anlässlich großer Musikfeste in der Schweiz in Erinnerung rufen.







